Willkommen auf der Internetseite des Fördervereins „Konvikt Borsigstr. 5 e.V.“

Der Förderverein „Konvikt Borsigstraße 5 e.V.“ ist am 13. April 2010 gegründet worden. Er wurde ins Leben gerufen, um für die Erhaltung und Profilierung des Theologischen Konvikts im Herzen der Hauptstadt Deutschlands tatkräftig einzutreten.

Das Theologische Konvikt ist die Nachfolgeeinrichtung des „Sprachenkonvikts“, der theologisch und politisch bedeutenden Kirchlichen Hochschule der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg in der DDR-Zeit. Als diese Hochschule im Jahre 1991 mit der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin fusionierte, war ihr Vermächtnis, dass das Konvikt ein Ort gemeinsamen Lernens und Lebens der Studierenden bleiben solle.

Dieses Vermächtnis ist über 20 Jahre lang lebendig gehalten worden. Heute ist das Theologische Konvikt ein Studierenden-Zentrum, in dem 72 Studierende aus dem In- und Ausland wohnen und ihr Studieren in mannigfachen Formen gemeinsamen Lernens und Lebens gestalten. Im engen Kontakt mit der Evangelischen Studierendengemeinde, die im Gebäudekomplex des Konvikts angesiedelt ist, strahlt das jugendliche Geistesleben, das hier anzutreffen ist, in die Universität und in die Stadt hinein.

Unsere Kirche hat jedoch große Schwierigkeiten, das Theologische Konvikt zu erhalten. Denn es wurde in den letzten Jahrzehnten versäumt, die nötigen Baumaßnahmen in  Angriff zu nehmen, so dass die Sanierungskosten unteredessen in die Millionen gehen. Jetzt hat die Kirchenleitung beschlossen, das Konvikt in die Trägerschaft des Studentenwerks Berlin zu überführen (siehe Aktuelles). Was das für die Zukunft des Theologischen Konvikts bedeutet, ist zur Zeit noch nicht absehbar. Es befindet sich derzeit in einer Übergangssituation, in der sich die Ephorin, Pfarrerin Veronika Krötke, die Konviktualen und der Verein nach Kräften bemühen, so viel wie möglich vom Geist des Konvikts und seiner wichtigen freiheitlichen Traditionen zu bewahren und lebendig zu erhalten.

Denn dieser Ort jugendlichen protestantischen Geisteslebens mit der theologischen und politischen Freiheitstradition des Sprachenkonvikts an einem zentralen Ort in Berlin darf nicht preis gegeben werden. Wir rufen alle auf, die aus eigener Erfahrung oder nüchterner Einsicht um den „Schatz“ eines solchen Konvikts für Kirche, Gesellschaft und Universität wissen, sich für das Konvikt einzusetzen und dem Förderverein beizutreten.